Auf die Frage, was Kumite eigentlich ist, bekommt der fragende in der Regel sehr unterschiedliche Antworten.
Wenn man von der eigentlich wirklich freien Form, in der es um das Überleben geht mal absieht, hat jedes Kumite
seine ganz eigenen Regeln. Auf Meisterschaften sind das die Wettkampfregeln in früherer Zeit der bushidô (der Ehrenkodex der Samurai).
Für den Karateka gibt es, bevor er sich in Wettkämpfe stürzt, eine Vielzahl von Kumite-Übungen. Anfangen wird er sicherlich mit dem
Ippon-Kumite, bei dem Angriff und Abwehr vorher bekannt sind.
Formen des Kumite*: |
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| Kihon Ippon Kumite |
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Der "Einschrittkampf", bei dem Angriff und Abwehr bekannt sein können, welche Grundschulmäßig ausgeführt werden. |
| Sanbon /Gohon Kumite |
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Der sog. "Drei- oder Fünfschrittkampf", bei dem Angriff und Abwehr zumindest in der Unterstufe bekannt sind. |
| Jiyu Ippon Kumite |
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"Freier Einschrittkampf", bei dem zum Teil die Angriffsstufe (Gedan, Chudan, Jodan) vorgegeben ist. |
| Kaeshi Ippon Kumite |
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Hier wird der Angreifer, nachdem sein Angriff abgewehrt ist, zum Verteidiger. |
| Okuri Ippon Kumite |
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Eine sehr interessante Kampfübung, bei der der nur der erste Angriff angesagt wird und der zweite sich aus der Situation intuitiv entscheidet. |
| Yakusoku Kumite |
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Yakousoku bedeutet "Abkommen", das heißt sämtliche Handlungen sind vorher vereinbart und werden in dieser Form auch konsequent zur Anwendung gebracht. |
| Happô Kumite |
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Angriffe aus vier Richtungen (vorne, hinten, rechts und links). Die Angriffe sowie die Abwehren sollten vorher festgelegt sein, müssen aber nicht. |
| Kyôgi Kumite |
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Sportkampf |
| Jiyû Kumite |
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Freikampf |
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Text: René Traut 2008