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Judô
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Judô wurde um 1880 von dem japanischen Pädagogen Jigoro Kano aus dem klassischen Jiu-Jitsu entwickelt. Er hatte dies bereits im Alter von 20 Jahren abgeschlossen. Das erste Kodokan (Judô-Institut) gründete er 1882 in Shitaya. Seine Philosophie war, durch gleichzeitiges geistiges und körperliches Training, den Geist und Körper in einen Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit zu versetzen. Diese Philosophie ist in fast allen Kampfsportarten der eigentliche „Weg“ (Dô). Gegen Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts hatte sich Judô in Japan durchgesetzt und fand dort sehr viele Anhänger. Das japanische Ministerium für Erziehung führte Judô als offizielle Sportart ein, und die Polizei nahm es in ihr Ausbildungsprogramm auf. Nach mehreren nationalen konnten schließlich 1951 die ersten Europameisterschaften und 1956 die ersten Weltmeisterschaften stattfinden. |
Karate
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Die im DVWS e. V. gelehrte Stilrichtung des Karate ist der "Shôtôkan-Stil". Dieser weltweit am meisten verbreitete Karatestil entstand durch Gichin Funakoshi (1868 - 1957). Der Name "Shôtôkan" war ursprünglich der Name des honbu-dôjô (Zentraldôjô) und wurde von Funakoshis Schülern gewählt. Es ist Funakoshis Künstlername, unter dem er in seiner Jugend Gedichte geschrieben hat. Der Name "Shôtôkan" setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: 1. Shô (Pinie oder Kiefer) 2. tô (Woge oder Welle) 3. kan (Halle oder großes Gebäude) "Shôtô" bedeutet also soviel wie "Rauschen in den Kiefern". Das erste unabhängige Karate-Dôjô der Welt wurde 1939 im Zoshigaya, Toyama-Ku (Tôkyô) fertig gestellt. Es trug den Namen "Shôtôkan" und wurde bei einem Luftangriff 1945 zerstört. |
Taekwondo
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Der älteste nachweisbare Ursprung des Taekwondo liegt über 2000 Jahre zurück und ist anhand von Deckenmalereien des Muyong-chong, einem Königsgrab aus der Koguryo-Dynastie im Norden Koreas, dargestellt. Das erlernen des Taekyon war bis zur Yi-Dynastie (1392 – 1910) ein Privileg der Adligen. Erst mit dem erscheinen des Taekyon Buches, das überall erhältlich war, wurde diese Kampfkunst auch dem Rest der Bevölkerung zugänglich gemacht. In der Besatzungszeit durch die Japaner ( 1905 – 1945) wurde die Ausübung der Taekyon-Urformen verboten. In buddhistischen Tempeln wurde, unter der Leitung berühmter Lehrmeister, heimlich weiter geübt. Dadurch wurde die Kampfkunst sehr populär. Im Korea-Krieg (1950 – 1953) wurden mehrere Einheiten ausgezeichnet, die in der Kampfkunst Taekyon ausgebildet waren, so dass Taekyon fester Bestandteil der militärischen Ausbildung wurde. Im Jahre 1955 schlossen sich die einzelnen Schulen zusammen und einigten sich auf den gemeinsamen Namen Taekwondo, den die Kampfkunst offiziell seit 1957 trägt. Tae = Fußtechniken Kwon = Faust- oder Handtechniken Do = Der Weg Der nach Kanada ausgewanderte Chong Hong-Hi trug maßgeblich
durch Vorführungen dazu bei, Taekwondo in aller Welt
zu verbreiten. Bei einer Vorführung 1965 in München blieb ein Mann (Kwon Jae-Hwa) aus seinem Team
dort und verbreitete Taekwondo in ganz Deutschland
und wurde schließlich Bundestrainer. |
Kenjukate
Kenjukate ist ein "Allkampfsystem", das die wichtigsten Elemente aus jahrhundertealten fernöstlichen Budô-Künsten (Kendo, Judô, Karate, Taekwon-Do, Ju-Jitsu u. a.) und den Erkenntnissen neuzeitlicher Nahkampfmethoden vereint. Diese Vielseitigkeit hat Kenjukate auch seinen Namen gegeben, der mit Ken (Kendo), Ju (Judô) und Kate (Karate) verschiedene asiatische Kampfsportarten beinhaltet. Entwickelt wurde Kenjukate von Großmeister Wolfgang Schütte, der in Goldbach bei Aschaffenburg lebt, und sich seit seinem 13. Lebensjahr fast täglich mit asiatischen Kampfsportarten befasst. Am 10. Oktober 1971, anlässlich eines Taekwon-Do Festivals in der Frankfurter Jahrhunderthalle, stellte er erstmalig Kenjukate dem Publikum vor. An fünf, zum Teil bewaffneten Angreifern die ihn pausenlos angriffen, demonstrierte er die Vielseitigkeit des Systems. Durch den enormen Erfolg bei dieser Demonstration angespornt, erarbeite er in dem folgenden Jahr alle Voraussetzungen dafür, dass Kenjukate nun offiziell seit Mai 1973 in Budô-Schulen und Clubs gelehrt wird. Durch den hohen Zuspruch konnten am 26. November 1978 die erste Deutsche Kenjukate Meisterschaften in Haibach eröffnet werden. Damit hat der Budô-Sport
eine neue Budô-Sportart
hinzugewonnen, die schon lange den Weg über die Grenzen Deutschlands gefunden
hat. |
Aikidô
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Der „Urvater“ des Aikidô O-Sensei Morihei Uyeshiba wurde 1883 in Tanabe (Japan) geboren. Er kam aus einer angesehenen Samurai Familie und war somit eng verknüpft mit den Traditionen des Bushido. Im laufe der Zeit erlernte er Jiu-Jitsu, Aiki-Jitsu und Ken-Jitsu, woraus er um 1925 das heutige Aikidô entwickelte. Er gab sein Wissen an unzählige Schüler weiter, die diese Kampfsportart um die ganze Welt verbreiteten. Das Wort „Aikidô” stammt aus dem Japanischen und bedeutet „Weg, um Körper und Geist zu einen” („ai” Harmonie, Liebe, Freundschaft, „ki” Geist, Seele, Energie und „do” Weg). Ziel des Aikidô ist die Harmonie von Körper und Geist in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen. Die Aikidô-Techniken zeichnen sich durch Anpassung des Verteidigers (Nage) an den Angreifer (Uke) aus. Der Verteidiger nutzt die Energie des Angreifers mit Hilfe von kreis- und wellenförmigen Bewegungen der Arme und Beine für sich, um dessen Gleichgewicht zu brechen. Alle Techniken enden mit einem Wurf oder Hebel. Der Verteidiger selbst benötigt relativ wenig Kraft, weshalb die Bewegungen harmonisch und ästhetisch erscheinen. |
Kung-Fu
Der legendäre, aus Indien kommende Bodhidharma lehrte die Mönche des Shaolin-Klosters nicht nur seine neue Form der Meditation (Zen), sondern auch Gong-Fu (Kung-Fu). Es mag widersprüchlich erscheinen, dass der friedfertige Zen-Buddhismus und die kriegerischen Kampfkünste den gleichen Ursprung haben. Das „Leer Sein von sich selbst“, die Überwindung des Egos oder das Finden seiner Mitte sind für beide zentrale Ziele. Im DVWS e. V. sind wir in der glücklichen Lage eine Vielzahl von Stilen lehren zu können. |
Ju-Jitsu
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Jiu-Jitsu (auch Ju-Jutso, japanisch ju: sanft, jutsu: Kunst), von den Bushi („Ritter”) während der Kamakuraperiode (1185-1333) in Japan entwickelte Selbstverteidigung, die sowohl Angriffs- als auch Verteidigungstechniken beinhaltet. Viele ostasiatische Kampfsportarten gehen auf Jiu-Jitsu zurück (z. B. Judô); die Tradition dieser Selbstverteidigungsart reicht bis ins alte China zurück. Sie wurde entwickelt, damit sich unbewaffnete Krieger gegen bewaffnete verteidigen konnten. Diese Kampfkunst entwickelte sich aus den alten Techniken Kumi-Tachi oder Yawara, die in dem buddhistischen Werk Konjaku-Monogatari des 13. Jahrhunderts beschrieben sind. Über die Jahrhunderte entstanden verschiedene Stile und Schulen, wie Wa-Jutsu, Yawara, Kogu-Soku, Hakuda, Shubaku und Kempo. Während der Edo-Periode (1603-1868) als in Japan Frieden herrschte, wurde Jiu-Jitsu zum Wettkampfsport. Die Rônin (herrenlose Samurai) bauten viele Schulen auf, und verbreiteten damit die Techniken im ganzen Land. In der Meiji-Periode (1868-1912), von der ab Samurai keine Schwerter mehr tragen durften wurde diese Kampftechnik weiter etabliert. |
Kickboxing
Das Kickboxen oder Kickboxing entstand um 1970 in den USA aus einer Kombination von Karate, Taekwondo, Boxen und Kung-Fu. Im Gegensatz zu anderen „Kampfsportarten“ stand hier eher die sportliche als die traditionelle Seite im Vordergrund. Die Idee war, dass Kämpfer aus allen „Budôsportarten“ die Möglichkeit haben sollten, nach festgelegten Regeln, gegeneinander anzutreten. Den Gründern Arnold Urquidez, Bill Wallace, Chuck Norris und Howard Hanson ist es zu verdanken, dass es um 1980 zu einem weltweiten Boom dieser Wettkampfsportart kam und dieser bis heute anhält. |
Selbstverteidigung
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Annahme, dass Selbstverteidigung Kampfsportspezifisch ist, bietet der DVWS e. V. eine individuelle, auf die jeweilige Person und Situation bezogene praxisorientierte Selbstverteidigung an. Ziel ist es, sich entsprechend der Situation zu verhalten und nicht festgelegte einstudierte Bewegungen nach zu vollziehen. Eine effektive Selbstverteidigung wird in den seltensten Fällen „schön“ aussehen, sondern das Ziel haben den Angreifer kampfunfähig zu machen. Dieses setzt, wie bei allen traditionellen „Budôsportarten“, ein langes Training unter Anleitung eines erfahrenen Trainers voraus. Am besten ist die Kombination von einer „Budôsportart“ und Selbstverteidigung. |






